Massivhaus-Fertighaus

Massivhaus oder Fertighaus?

Es ist eine Entscheidung mit weitreichenden Folgen: Soll das künftige Eigenheim in Massivbauweise oder als Fertighaus errichtet werden? Was Sie über beide Bauarten wissen sollten, erläutern wir Ihnen hier.

 

MassivhausDas spricht für ein massiv gebautes Haus

Wenn Bauherren Wert auf Nachhaltigkeit und ökologische Gesichtspunkte legen, kommen sie um ein massiv gebautes Haus nicht herum. Es besteht nur aus Baustoffen wie Ziegelstein, Porenbeton oder Kalksandstein, die aus natürlichen Materialien und ohne chemische Zusätze hergestellt werden. Unerreicht ist auch die Langlebigkeit von Massivhäusern: Fast jeder, der sich in seiner Umgebung umschaut, wird massiv gefertigte Gebäude finden, die schon 60 oder mehr Jahre alt sind.

 

  • Flexibilität
    In Massivbauweise bauen heißt flexibel bauen. Selbst, wenn Sie als Bauherr während der Bauphase noch Änderungswünsche haben, lassen sich diese unter Beachtung der gesetzlichen Vorgaben umsetzen.

  • Brand- und Schallschutz
    Massivhäuser sind absolut führend, wenn es um den Brand- und Schallschutz geht. Die Baustoffe sind nicht brennbar und sondern unter Hitzeeinwirkung keine giftigen Dämpfe ab. Wenn es  bei einem Hausbrand zu Rauchvergiftungen kommt, gehen sie auf die Möblierung, die Wand- und Bodenbeläge oder die elektrischen Geräte zurück – in keinem Fall jedoch auf das Mauerwerk.

  • Wärmedämmung und -speicherung
    Auch, wenn es um die Wärmedämmung und -speicherung geht, sind Massivhäuser unerreicht: Das Mauerwerk speichert die Sonnenwärme und gibt sie zeitverzögert an das Gebäude ab.  Außerdem erreichen die meisten Massivhäuser problemlos die strengen Vorgaben der Energie-Einsparverordnung 2014, was die Kosten für eine zusätzliche Fassadendämmung überflüssig macht.

  • Eigenleistungen
    Eigenleistungen sind bei einem „Stein auf Stein“ gebauten Eigenheim auf jeden Fall möglich. Handwerklich geübte Bauherren können selbst die Bodenbeläge verlegen, die Wände tapezieren oder Malerarbeiten durchführen und auf diese Weise Baukosten einsparen.

  • Wiederverkaufswert
    Ein weiteres Plus ist der höhere Wiederverkaufswert, der sich mit einem Massivhaus jederzeit erzielen lässt.

Auch ein Massivhaus hat Nachteile

Selbstverständlich hat eine Medaille immer zwei Seiten, das gilt auch für massiv errichtete Gebäude. Die Bauzeit ist in der Regel länger als bei einem Fertighaus, sodass hier höhere Arbeitskosten für die Handwerker entstehen. Durch diesen Umstand steigt grundsätzlich die Wahrscheinlichkeit von Verzögerungen aufgrund von schlechten Wetterbedingungen, sodass der Terminplan ins Wanken gebracht werden kann. Wird hier nicht mit dem Einzug gewartet, bis das Haus vollständig trocken ist, steigt das Risiko von Schimmelbildung. Manchmal ist also etwas Geduld gefragt.

 

Tipp: Auf https://www.massivhaus-massivbau.de/ finden Sie Informationen über die Baustoffe beim Massivbau.

 

 

HäuserFertighäuser für den schnelleren Einzug

Der Großteil des Bauens geschieht in einem Werk, das die einzelnen Bauteile anfertigt, die dann zur Baustelle transportiert und dort montiert werden. Die eigentliche Bauzeit vor Ort verkürzt sich damit auf wenige Tage. Damit ist dieser Gebäudetyp von den Wetterbedingungen unabhängig, sodass aus dieser Richtung keine Verzögerungen entstehen können. Auch der Umstand, dass die Trocknungszeiten der Bauteile oberhalb der Bodenplatte entfallen, wirkt sich günstig auf die Bauzeit aus.

 

Doch wie bei jeder Produktion kann es auch hier zu Verzögerungen kommen, die nicht unbedingt vorher absehbar sind: Urlaubszeiten oder Krankheitswellen sorgen für eine dünne Personaldecke, was sich zwangsläufig auf die Fabrikationsdauer auswirkt. Auch zahlreiche Aufträge, die nach und nach abgearbeitet werden müssen, haben Folgen für den Herstellungsprozess. Da auch Ladung, Transport und Aufbau zeitlich koordiniert werden müssen, können durchaus mehrere Monate vergehen, ehe die Bauteillieferung an der Baustelle eintrifft.

 

Ein Fertighaus wird immer auf einer bereits vorhandenen Bodenplatte oder Kellerdecke montiert. Hierfür ist also die bei jedem Haus übliche Bauzeit nötig.

 

Die Teile werden passgenau mithilfe der CAD-Technik vorgefertigt, die individuellen Gestaltungsmöglichkeiten sind allerdings geringer: In den meisten Fällen suchen sich Fertighaus-Kunden nach dem Besuch einer Musterhaus-Ausstellung das Haus aus, das am ehesten zu ihren Bedürfnissen und ihrem Grundstück passt. Änderungswünsche, die dann jenseits der üblichen Fertigungsabläufe erfüllt werden sollen, machen das neue Eigenheim deutlich teurer.

 

Tipp: Unter https://www.fertighaus-hausbau.de/ haben die Kollegen von hausbauberater.de die verschiedenen Bauweisen für Fertighäuser erklärt.

 


Ein Anbietervergleich sollte immer gemacht werden

Die einzelnen Fertighaus-Hersteller haben durchaus unterschiedliche Vorstellungen von Qualität und Leistungsumfang. Bei zahlreichen  Hausmodellen gibt es Mängel hinsichtlich der Schalldämmung, was auch den Trittschall einschließt. Eine weitere Schwachstelle ist die Luftdichtheit an den Anschlüssen. Vor einer Vertragsunterzeichnung sollte man sich deshalb Referenzobjekte nennen lassen – möglichst auch Eigenheime, die älter als fünf Jahre sind und deshalb nicht mehr unter die Gewährleistung fallen. Der Vertrag sollte vor der Unterschrift einem Experten vorgelegt werden, der prüft, ob keine Leistungen „vergessen“ wurden. Hierzu finden Sie unter https://www.hausbauberater.de/pruefung-der-baubeschreibung weitere Informationen.

 

Der Kompromiss: Fertighäuser in Betonfertigteil-Bauweise

Hier findet eine Symbiose der positiven Eigenschaften von Massiv- und Fertighäusern statt: Die Hausteile werden aus natürlichen Materialien, wie sie auch beim  Massivbau eingesetzt werden, vorgefertigt und auf der Baustelle endmontiert. Unterschieden wird hier zwischen der

  1. Betonfertigteilbauweise (https://www.fertighaus-hausbau.de/betonfertigteil-bauweise.html) und der
  2. Ziegelverbundbaueise (https://www.fertighaus-hausbau.de/ziegelverbundbauweise.html).

Im Gegensatz zu den üblicherweise verwendeten Bauteilen in Holzständerbauweise sind die auf diese Weise produzierten Elemente jedoch deutlich schwerer, was sich spürbar auf die Transportkosten auswirkt.  Deshalb wird diese Variante in der Regel nur dann empfohlen, wenn Fabrik und Bauplatz nicht weit voneinander entfernt liegen. Vermutlich wegen der dann im Vergleich zum Massivhaus deutlich geschrumpften Einsparung wird diese Wahl bislang nur von 1-2 % aller Fertighauskunden getroffen.

 

Für Massivhäuser und Fertighäuser gleichermaßen wichtig: